AC/DC oder Mozart – Mit was trainiert sich´s besser?

eingetragen in: News | 0

Musik macht stärker, schneller und ausdauernder – das weiß jeder, der schon mal mit Musik trainiert hat. Mittlerweile untersuchen immer mehr wissenschaftliche Studien den Zusammenhang von Training und Musik. Die Ergebnisse sind teilweise erstaunlich; und was ist eigentlich die beste Musik für´s Training?

 

Hartes, echtes Training ist derzeit voll im Trend. Selbst wer früher im Wohlfühl-Bereich Gewichte gestemmt hat, wagt sich heute an Hochintensives Training (HIT) und Hochintensives Intervall Training (HIIT). Und das ist anstrengend – und damit man trotz den heftigen Belastungen durchhält, gibt es im Kursbereich, auf der Trainingsfläche und im Ohr des Trainierenden eine weit verbreitete Lösung – Musik. Egal ob harte Gitarrenriffs oder wummernde Techno-Beats; die Belastung scheint mit einem Mal deutlich geringer.

 

Woran liegt das? Vor allem bei der Lieblingsmusik steigt die Laune deutlich und das wirkt sich natürlich in der Trainingsleistung aus. Man vergisst die Anstrengung, wenn man sich stärker auf die Musik konzentriert. Das funktioniert vor allem in der ersten Hälfte des Trainings gut, nämlich dann, wenn der Körper noch ausreichend Kraftreserven hat. Lassen diese nach, hilft auch Musik bei m Leistungsabfall nicht mehr viel. Da HIT oder HIIT-Einheiten aber oftmals kürzer sind als klassisches Training, fällt das weniger stark ins Gewicht – trotz höherer Belastung und kürzeren Erholungspausen.

 

Der Ton macht die Musik

Jede Sportart hat Musik, die perfekt zu ihr passt. Das liegt am Rhythmus des jeweiligen Sports. Laufen und Krafttraining unterscheiden sich im Rhythmus genauso wie Ballett und Fußball. Wer Musik passend zu seiner Sportart findet, kann Leistungssteigerungen von bis zu 20 % erwarten. Wird die falsche Beschallung gewählt, kann es aber sogar passieren, dass es zu einem Leistungsabfall führen.

 

Die Geschwindigkeit von Musik wird in BPM (Beats per minute) angegeben. Während Hantelschwinger mit einem Tempo von unter 90 BPM beginnen sollten und dann langsam auf bis zu 120 BPM steigern können, sieht die Welt beim HIIT wieder ganz anders aus. Hier sind von BPM-Zahlen zwischen 150 und 180 sinnvoll und manchmal sogar notwendig. Der Körper passt sich dann der Musik an und man „fühlt“ recht schnell, ob der Takt zum Training passt oder nicht. Wichtig aber ist, dass die Musik nicht von vorneherein mit voller Wucht losbricht. Für das Warm-up darf man es etwas ruhiger angehen lassen.

 

Musikalische Bedürfnisse der Gruppe

Geht man weg vom Einzelnen und hin zu einer Gruppe im Small Group Training, dann wird die Situation schon deutlich komplexer. Die Gruppe ist nicht nur inhomogen hinsichtlich des Leistungsniveaus, sondern sehr wahrscheinlich auch des Musikgeschmacks. Hier für jeden das Richtige zu finden, ist fast unmöglich. Es ist aber auch gar nicht notwendig – letztlich kommt es auf die BPM der Songs an, die gespielt werden. Sind diese im richtigen BPM-Fenster können selbst Rockmuffel von AC/DC angetrieben werden. Mit einer abwechslungsreichen Playlist, in der für jeden etwas dabei ist, kann man eigentlich nichts falsch machen. Nur eines – Lieder mit stark schwankenden BPM-Zahlen direkt hintereinander spielen. Der Trainer der Kleingruppe sollte nicht auf seinem Musikgeschmack beharren, sondern schauen, welche Musik sein Training am besten unterstützt. Wird beim Training auf viele Wiederholungszahlen gesetzt, müssen die Lieder schneller und fordernder sein. Geht es eher darum viel Gewicht zu bewegen, können die Lieder auch langsamer sein. Ob ein Lied zu einer Übung passt, kann man ganz einfach herausfinden, indem man es einfach ausprobiert.

 

Hier noch als Tipp einige Lieder, die sich hervorragend für ein HIIT-Training auf hohe Wiederholungszahlen eignen:

 

„Survivor – Eye of the Tiger“

 

“AC/DC – Thunderstruck”

 

„Metallica – Fuel“

 

„Scotty – The Black Pearl (Dave Darell Remix)“

 

“Eminem – Survival” à eher gegen Ende des Zirkels

 

Natürlich gibt es online viele vorgefertigten Playlists für das Training. Diese orientieren sich aber oft an den Bedürfnissen des Krafttrainings. Wer etwas für seinen HIIT-Kurs sucht, findet bei den Läuferplaylists aber einiges, da sich die BPM-Zahlen hier recht ähnlich sind.

 

Fazit Musik macht gute Laune und hebt die Trainingsleistung. Das haben mittlerweile mehrere Studien gezeigt. Es ist aber relevant, welche Musik für welches Training eingesetzt wird. Hochintensives Training und klassische Musik vertragen sich im Normalfall nicht. Wenn aber die BPM-Zahl passt, wird das Genre recht egal. Hauptsache man findet den richtigen Mix.